Der Wecker ging sehr früh an diesem Tag, da wir uns für eine morgendliche Rafting-Tour auf dem Colorado River angemeldet hatten. Mit einem Bus wurden wir durch einen Tunnel durch den Berg runter zum Fluss gebracht, wo bereits motorisierte Schlauchboote mit jeweils einem Guide (Reiseführer) auf uns warteten. Wir dachten übrigens immer, dass mit "Rafting" eine flotte abenteuerliche Fahrt durch starke Strömungen und Stromschnellen gemeint war, wo Schwimmwesten-Pflicht herrscht. Hier sollte uns jedoch eine eher gemütliche und ruhige Tour erwarten, wo die Gefahr des unfreiwilligen Über-Bord-Gehens kaum vorhanden war.
Gestartet am Glen Canyon Dam, schipperten wir in gemächlichem Tempo ca. 10 km den Colorado River hinauf bis zum Horseshoe Bend. Hier verläuft der Fluss in einer Kurve in Form eines Hufeisens. Auf der Tour erzählte der Guide vieles über die Berge, den Fluss und die Tierwelt des Gebiets. An bestimmten Stellen hielt er das Boot an, um uns auf Besonderheiten der Umgebung aufmerksam zu machen. Eine kleine Rast legten wir ein, um über 1.000 Jahre alte Felszeichnungen amerikanischer Ureinwohner zu betrachten. Von uns Touristen war genau eine Person (ein kleiner Junge) mutig genug, um einen Sprung in das Wasser zu wagen, das 8 Grad Celsius zu bieten hatte. Er war aber auch sehr schnell wieder draußen... Von den Guides sprang einer in fast voller Montur zur Erfrischung ins Wasser. Die übrigen Personen beschränkten sich auf Füße ins Wasser halten und Tücher oder Hüte nassmachen.
Während der Tour wechselten sich Sonne und Schatten ab und die sehr hohe Lufttemperatur war auch unten im Tal zu spüren, sodass wir über jeden Windhauch und Schatten glücklich waren. Auf dem Rückweg erhöhten die Guides das Tempo ihrer Boote erheblich und sorgten so für viel Fahrtwind und einiges an hochspritzendem Wasser, gegen das wir überhaupt nichts einzuwenden hatten.
Den Horseshoe Bend hatten wir mit den Booten durchfahren, jedoch war der Wow-Effekt unten auf dem Wasser nicht wirklich vorhanden. Nach der Tour machten wir uns deshalb auf den Weg zu einem Aussichtspunkt, um den Horseshoe Bend von oben zu betrachten. Wir wurden nicht enttäuscht und fanden die Aussicht einfach großartig! Auf den Bilder könnt ihr den Horseshoe Bend einmal vom Boot und einem vom Aussichtspunkt aus sehen.
Die Tour hatte sich absolut gelohnt und war eine tolle Unternehmung bei den hohen Temperaturen. Sonnenbrandgefahr bestand für blasse Oberschenkel in kurzen Hosen, die aber noch ganz knapp abgewendet werden konnte.
Obwohl die Sonne bereits gegen 21 Uhr untergegangen war, waren Luft, Gebäude und Straßen noch sehr stark aufgeheizt, sodass wir uns abends durch einen Sprung in den Hotel-Pool abgekühlt haben.







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