Etwas später als am Vortag, aber dennoch pünktlich, ging auch an diesem Tag der Wecker, da wir uns zu einer Tour im Anteloupe Canyon angemeldet hatten. Eine Guide führte unsere Gruppe durch diesen sogenannten Slot Canyon, womit eine enge Schucht gemeint ist, die über Millionen von Jahren durch fließendes Wasser geschaffen worden ist. Genauer gesagt waren wir im Lower Anteloupe Canyon, der durch teilweise herausfordernde Ein- und Ausstiege durch Treppen und Leitern etwas weniger Besucher hat, als sein Pendant (Upper Anteloupe Canyon). Die meiste Zeit des Jahres können die faszinierenden und farbenfrohen Formationen des Canyons aus rotem Sandstein besichtigt werden. Bei Regen sind diese gesperrt aufgrund der Gefahr von Sturzfluten. 





Der Guide erzählte uns einiges über die Entstehung der Canyons und wies uns auf tolle Fotomotive hin (stellenweise schnappe er sich auch einfach Kamera oder Handy und machte für uns die Fotos). Als wir den Canyon wieder verließen, demonstrierte unser Guide uns anschaulich, wie sich die Canyons aus Navajo-Sandstein gebildet haben und wie stabil und gleichzeitig fragil diese Gebilde sind. 


Bei knapp 40 Grad Celsius fiel das Anstehen in der prallen Sonne vor Tourbeginn sowie das stellenweise Klettern im Canyon sehr schwitz-feuchtfröhlich aus. Die Ausblicke und die tolle Tour durch den Guide ließen diese Umstände jedoch völlig vergessen, sodass sich der Ausflug definitiv gelohnt hat.

Anschließend führte unsere Reise uns weiter zu nächsten Nationalpark (deutsche Schreibweise). Der Zion National Park (englische Schreibweise) liegt im Staat Utah und auch dort fanden wir orangerote bis braune Canyons aus Sandstein vor. Sofort fiel uns auf, wie verhältnismäßig grün es war im Vergleich zum Joshua Tree und Grand Canyon National Park. Auch hier ließen wir das Auto an einem zentralen Platz stehen und machten uns mit Shuttle-Bussen auf den Weg zu einzelnen Aussichtspunkten. Leider waren die Busse nicht klimatisiert (man ist doch schon ziemlich verwöhnt), sodass man nach dem Aussteigen immer erstmal trocknen musst (auch hier herrschten knapp 40 Grad Celsius). Wie beim Grand Canyon, verzichteten wir aufgrund von Temperatur auf herausfordernde Wanderwege, wobei einer sogar eine Flusswanderung mit schwimmen beinhaltet.





Der Nationalpark war wunderschön und die Natur einfach nur toll anzuschauen. Wir haben jedoch wieder einmal stark gemerkt, dass man derart hohe Temperaturen nicht gewöhnt ist und insbesondere Wanderungen mit Steigung nicht leicht fallen. Hilfreich ist es daher, dass man im Park viele Sitzgelegenheiten findet und sich mit kostenlosem Trinkwasser versorgen kann. Auch die Shuttle-Busse sorgen dafür, dass man weite Strecken im Park zurücklegen kann und auf diesem Weg viel zu sehen bekommt.

Auf unserem Weg machten wir abends halt im kleinen Ort Hurricane, der seinem Namen anscheinend alle Ehre machen wollte: Ein kleiner Sandsturm fegte durch die Straßen und sorgte dafür, dass wir, unser Auto und stellenweise unser Gepäck von einer leichten Schicht überzogen waren.

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