Nach unserer zweiten Nacht in Edinburgh haben wir uns auf
den Weg Richtung Norden gemacht. Auf der Strecke hatten wir einen Nationalpark
sowie drei Castles (= Burg bzw. Schloss) herausgesucht, die wir anschauen
wollten. Ganz schön schwer, sich bei der ganzen Menge von möglichen Castles zu
entscheiden… Wir begannen beim The Black Watch Castle & Museum in Perth.
Sehr zentral gelegen, handelt es sich hierbei um ein verhältnismäßig kleines
Gebäude mit überschaubarem Außengelände.
Ebenfalls in Perth befindet sich das Scone Palace, ein
typisch britisches Schloss aus dem Jahre 1808. Die Schloss- und Außenanlage ist
sehr schön und umfangreich. Dies finden wohl auch die zahlreichen Pfauen, die
sich auf dem Gelände tummeln. Eine lange Zeit befand sich im Castle der Stone
of Scone, ein Block aus rotem Sandstein, der im Krönungsritual eine wichtige
Rolle spielt. Wie alt er genau ist, weiß man nicht, aber jeder schottische
König ab dem 12. Jahrhundert saß bzw. stand auf diesem Stein. Zwischendurch
befand sich das Original in London und inzwischen im Edinburgh Castle. Aber
wofür gibt’s Kopien? Wenn die nächste königliche Krönung im britischen
Königshaus ansteht, achtet mal darauf, was unter dem Krönungsstuhl liegt, auf
dem der nächste britische König sitzen wird…




In Rattray gab es einen Mittagessen- und Drohne fliegen-Stopp:
Sehr motiviert ging es auf zum Cairngorms National Park, dem
größten Nationalpark Schottlands. Die Landschaft ist klasse anzuschauen:
Wälder, Berge voller Heidepflanzen, Bäche und Seen. Unsere Erwartungen waren
jedoch etwas zu hoch gesteckt (vermutlich aufgrund des USA-Urlaubs und den
dortigen Nationalparks) und so warteten wir vergebens auf Beschilderungen,
Informationen, Parkplätze, Wanderwege usw. Wir haben uns vorher aber auch nicht
wirklich tiefergehend informiert und somit vermutlich nicht die richtige Richtung eingeschlagen… Unser Ziel im Nationalpark war das Balmoral
Castle in der Nähe von Braemar. Falls es hier Royal-Experten gibt: Dieses
Schloss ist die Sommerresidenz seiner Besitzerin Königin Elisabeth II. Die
Erwartungen waren ebenfalls hoch, aber als wir angekommen waren, standen wir
vor verschlossenen Toren… Wir hatten nicht auf die Uhrzeit geachtet und konnten
somit nicht mehr ins Schloss oder auf das Gelände (ebenfalls also zu wenig
Informationen vor dem Besuch eingeholt). Wir haben immerhin Bild vom schönen Fluss vor dem Schlossgelände geschafft.
Die Bilanz war also nicht so erfolgreich, wie gehofft, aber nichtsdestotrotz haben wir einen schönen Tag bei erneut bestem Wetter in Schottland verbracht. Auch der Weg ist das Ziel, da man unterwegs wunderbare Landschaften zu sehen bekommt.
Den Linksverkehr meistern wir übrigens vorzüglich, aber es
schadet nicht, wenn der Beifahrer/die Beifahrerin zwischendurch mit aufpasst…
Es wird sogar links gelaufen! Die Touristen erkennt man meistens daran, dass
sie immer rechts laufen.
Anbei eine Impression unseres schnieken Vehikels:
Abends im Hotel haben wir fleißig Pläne geschmiedet, wie wir
den nächsten Tag effektiv und effizient gestalten würden und haben auf der
Rückseite eines Kassenbons die Stationen notiert: Morgens nach dem Frühstück
eine kleine Tour zu Fuß durch Aberdeen und anschließend vier Castles auf dem
Weg nach Inverness ansteuern.









Kommentare
Kommentar veröffentlichen