Unsere Unterkunft in Inverness war uns sogar eine Bewertung
auf Tripadvisor wert und wir versprachen, nächstes Mal mehr als nur eine Nacht
zu bleiben. Vielleicht gibt es manche Unterkünfte, mit moderneren Möbeln oder
mehr Parkplätzen. Aber wichtig ist es für uns, dass wir uns wohlfühlen und das
hat unser Gastgeber mit Bravour geschafft. Also, falls ihr mal in Inverness
sein solltet: Ab ins Tanera Guest Haus!
Wir checkten aus und gingen anschließend noch kurz in Inverness
spazieren. Wir machten einen Stopp beim Inverness Castle und konnten von dort
aus einen schöne Aussicht auf den Fluss Ness und die St Andrews Cathedral
genießen.
Anschließend sind haben wir das erste Mal getankt (Diesel) und
uns eine günstige Autowäsche gegönnt, da wir inzwischen so viele Insektenleichen
auf unserer Windschutzscheibe spazieren fuhren, dass man nicht mehr richtig
gucken konnte. Uns hätte auch eine Portion Wasser mit einem Schwamm oder Wischer
an der Tankstelle gereicht, aber sowas kennen die Schotten anscheinend nicht…
Es wurde Zeit für die nächste Castle-Portion und so fuhren
wir gen Südwesten Richtung Loch Ness. Nein, wir haben Nessie weder gesehen,
noch danach gesucht… Aber dafür haben wir die tolle Landschaft bewundert, die das
dortige Gebiet bietet. Fast schnurgrade zieht sich der langgezogene See
durch das Hochland.
Direkt am See befindet sich das Urquhart Castle, eine Burgruine,
die perfekt auf die großen Besuchermassen der Loch Ness-Region eingestellt ist.
Die Grundlagen der Burganlage wurden bereits im 13. Jahrhundert geschaffen.
Ein kleiner Castle-Exkurs: Bei allen Castles haben wir
Eintritt bezahlt, der zwischen fünf und siebzehn Pfund lag. Überall gibt es Hinweisschilder,
mit beispielsweise Grundrissen, Raumbezeichnungen oder Informationen über die
Burgherren. Bei manchen Gebäuden gibt es kostenlose Führungen, denen man sich
spontan anschließen konnte. Weiterhin gibt es häufig Fremdenführer, die einen
mit Informationen versorgen und für Fragen bereitstehen. Wir konnten den
Führungen und Informationen sehr gut folgen, obwohl man hier und da einen
ordentlichen schottischen Akzent gehört hat. Stellenweise sind Faltblätter
oder sonstige Unterlagen auf Deutsch verfügbar. Fotografieren und Drohne
fliegen ist manchmal verboten oder nur eingeschränkt erlaubt.
Auf der Route an die Westküste passierten wir viele Waldgebiete. Mit
Schottland werden häufig große weite offene Flächen assoziiert, die nur von
Gras oder Heide und Steinen bedeckt sind. Es wird aber meistens nicht erwähnt,
dass es früher viel mehr Waldflächen gab, die im Laufe der Zeit von den abgeholzt worden sind. An einigen Stellen sieht man
Aufforstungsprojekte. Aus diesem Grund sind die ursprünglichen Wälder etwas Besonderes und wir steuerten die Rogie Falls an, einen Wasserfall am Fluss Black Water,
der sich mitten im Wald befindet. Es gab auch eine luftige Hängebrücke, die wir
ebenfalls passiert haben (50 % unseres Reiseduos haben dies sehr souverän gemeistert und die übrigen 50 % etwas
zögerlicher).
Zur Belohnung und Abkühlung gab‘s erstmal ein Eis!
Wir kamen abends in Ullapool an, einem 1.500-Seelen-Dorf direkt am Meer. Dass wir bisher nur fabelhaftes Wetter hatten, sieht man
wahrscheinlich auf vielen Bildern. Auch in Ullapool war es angenehm mild, sodass
wir leckeres Seafood zum Abendessen draußen genießen und anschließend noch
einen Spaziergang am Strand machen konnten. Helge schafft beim Steine flitschen
übrigens 5x.


















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