In unserem Motel in Ullapool hatten wir ein Frühstück
inklusive, das typisch schottische Bestandteile enthielt. Zur Auswahl
standen: Eier in verschiedenen Variationen, Baked Beans, Grilltomaten,
gebratene Pilze, Bacon, Würstchen, Black Pudding (eine Art Blutwurst) und
Tattie Scones (eine Art Pfannkuchen aus Kartoffeln, Mehl, Butter und Salz).
Sehr reichhaltig, aber man konnte sich die Bestandteile aussuchen und
zusätzlich gab es auch noch ein klassisches kontinentales Frühstück, wie wir es
(mit leichten Abwandlungen) in jeder Unterkunft bisher vorgefunden haben:
Toast, Marmelade, Butter, Saft, Tee/Kaffee. Weiterhin gab es verschiedene
Sorten Müsli und Cornflakes mit Milch.
Unser nächstes Ziel sollte die Stadt Portree auf der Isle of
Skye sein. Portree ist die einzige Stadt der Inneren Hebriden, eine Inselgruppe
westlich der schottischen Küste. Wir machen uns bei, wie sollte es anders sein,
wieder einmal perfektem Wetter auf den Weg. Wir haben in einer
Touristeninformation übrigens die folgenden Hinweise zum Verhalten auf
einspurigen Straßen gefunden:
In verschiedenen Abständen tauchen auf der linken
oder rechten Straßenseite Haltebuchten (=passing places) auf. Man gewöhnt sich
recht schnell dran und man grüßt eigentlich jede Person, die einen vorbeilässt.
Die Buchten werden nicht nur für das Vorbeilassen des Gegenverkehrs genutzt,
sondern auch, um einem schnelleren Fahrzeug hinter einem die Möglichkeit zum
Überholen zu geben. Die Straßenbeschaffenheit in ländlichen Gebieten ist
stellenweise echt herausfordernd. So kommt zur Einspurigkeit auch noch das
ständige Ausschau halten nach fiesen Schlaglöchern hinzu. Wir haben versucht, das auf einem Zeitraffer-Video festzuhalten:
Wir legten einen Stopp zum Wechseln in Sommerkleidung und
Drohne fliegen in der 460 Einwohner-Ortschaft Plockton ein. Hier herrscht ein
sehr mildes Klima, weshalb es sich dort sogar subtropische Pflanzen gut gehen
lassen. Das Meer hatte sich etwas zurückgezogen und so konnte man bestimmte
Abschnitte auch zu Fuß passieren, die sonst unter Wasser stehen würden.
Natürlich haben wir den Weg mit Bravour gemeistert und kamen
am Nachmittag im schönen Küstenort Portree an. Wir sahen uns erst einmal im Ort
um, genehmigten uns einen kleinen Snack und machten ein paar Einkäufe im
Supermarkt. Anschließend bezogen wir unsere Unterkunft für die nächsten zwei
Nächte: Eine Einheimische bot zwei Zimmer in ihrem Reihenhaus über Airbnb
an. Es war schon ein interessantes Gefühl, bei jemandem zuhause zu wohnen, den
man nicht kennt. Gesehen haben wir unsere Gastgeberin an unserem Anreisetag noch nicht. Die Schlüsselausgabe erfolgte über ein Fach mit Zahlencode.
In fremden Orten nutzen wir meistens Tripadvisor, um Restaurants
mit guten Bewertungen zu finden. Unsere Gastgeberin in Portree hatte uns schon
vor unserer Ankunft mit Restaurantstipps versorgt. Weiterhin gab es gute Tipps
zu Öffnungszeiten und in welchen Restaurants man einen Tisch reservieren
sollte.
Wir haben generell bis jetzt nur tolle Erfahrungen mit Einheimischen
und Touristen gemacht. Die Schotten sind sehr freundlich und höflich, erklären
bereitwillig und geben tolle Tipps für die Reise oder den Alltag. Es wird ebenfalls viel
gelächelt und wie man es auch aus England kennt: Dauernd wird sich bedankt oder
entschuldigt.
Man trifft auf viele andere Touristen: Zahlreiche kommen aus
Deutschland und aus übrigen Teilen Großbritanniens. Begegnet sind uns auch Personen
aus Amerika, Kanada, den Niederlanden, Schweiz, Österreich, Belgien, etc. Es
werden gegenseitig Tipps ausgetauscht, sich nach den bereits abgefahrenen
Zielen erkundigt oder einfach netter Small Talk gehalten. Dies macht das Reisen
noch angenehmer und schöner, als es sowieso schon ist.
Anbei noch ein paar Eindrücke von unterwegs und aus Portree:













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