Die Wetteraussichten für den heutigen Tag in Montréal waren regnerisch, weshalb wir nach einer Aktivität gesucht haben, bei der man trocken unterwegs ist. Wir haben uns für die Underground City entschieden. Ihr kennt bestimmt diese Einkaufszentren, die auch ein Kellergeschoss haben. Und nun stellt ihr euch vor, dass dieses Kellergeschoss neben den Geschäften auch Restaurants und Dienstleistungsbetriebe enthält. Und nun stellt ihr euch weiter vor, dass man von diesem Kellergeschoss auch zu Fuß zu zahlreichen U-Bahn-Stationen und Bahnhöfen kommt. Und man kommt ebenfalls zu Wohn- und Bürogebäuden, Kinos, Universitäten und einem Eishockeystadion. Dies passiert alles in Montréal auf insgesamt 32 km und man kommt trocken und ohne Jacke von einem Punkt zum anderen. Eine ziemlich verrückte Vorstellung, die aber echt gut funktioniert und vor allem an sehr heißen, sehr kalten und sehr regnerischen Tagen von Vorteil ist. Fotos haben wir hiervon leider keine, da wir überhaupt nicht daran gedacht haben, welche zu schießen.
Es gibt verschiedene U-Bahn-Stationen, über die man dieses Untergrundnetzwerk betreten kann. Wir standen etwas ratlos vor einem Haltestellenplan und hatten die Systematik noch nicht verstanden. Ein Polizist kam auf uns zu und wir rechneten schon damit, dass er uns höflich bitten wollte, weiterzugehen. Er sagte etwas auf Französisch und wechselte dann direkt ins Englische, als wir einfach nur "Sorry" sagten (dann weiß hier jeder, dass man in Französisch nicht so fit ist). Er fragte uns, ob wir Hilfe bräuchten. Wir haben dann von unserem Plan erzählt und er hat uns ein bisschen was über die Untergrundstadt erzählt und uns Tipps gegeben, welche U-Bahn-Stationen wir am besten ansteuern sollten. Das war wirklich total nett und hilfreich und wir haben uns sehr gefreut!
Der Regen sollte bis zum Nachmittag anhalten und deshalb haben wir trotzdem unser erstes ursprünglich geplantes Ziel für den Tag angesteuert: Die Rennstrecke Circuit Gilles-Villeneuve, die auf der künstlichen Insel Île Notre-Dame liegt. Hier findet unter anderem in der Formel 1 der Große Preis von Kanada statt. Wenn keine Veranstaltungen sind, darf man die Strecke auch zu Fuß, auf dem Rad oder mit Inline Skates betreten. Aufgrund des Wetter arbeiteten wir uns nur bis zum Bereich vor, in dem sich die Start-/Ziellinie, Boxengasse und VIP-Tribüne befinden.
Wir machten abschließend noch einen Abstecher zum Wasser, da uns das Wasser von oben noch nicht gereicht hat...
Das Wetter war immer noch mau und die Socken wurden langsam nass. Wir fuhren deshalb ins Quartier Latin, ein buntes Studentenviertel mit vielen Möglichkeiten zum Essen gehen. Währenddessen wurde das Wetter endlich besser.
Aufgrund des inzwischen sehr guten Wetters haben wir unseren zweiten Wunschpunkt des Tages gemacht. Mit dem Bus ging es hinauf auf den Mont Royal, einen Berg mitten in der Stadt. Die Ähnlichkeit zum Namen der Stadt ist nicht zufällig, da sich der Stadtname von der italienischen Bezeichnung des Höhenzuges Monte Real ableitet. Von verschiedenen Aussichtspunkten hatte man einen tollen Blick über die Stadt.















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