USA - Littleton to Alburgh (24.09.2019)

Nachts hatte es ordentlich gegossen. Dies war der erste richtige Regen, den wir in den USA erlebt haben (2017 kam in den drei Wochen im Sommer an der Westküste kein Tropfen runter).

Die Wetteraussichten für den Tag waren trüb, weshalb wir erstmal entspannt frühstücken gingen. In einem tollen Café mit Aussicht auf einen Fluss brüteten wir über die Route in den Bundesstaat Vermont, wofür wir Reiseführer und Internet nutzten. Eine Station im Ort Barre hatten wir bereits vorher rausgesucht, aber neben dieser hatten wir sonst insgesamt nur ca. 3 Stunden Fahrt auf dem Plan, sodass noch Platz für weitere Aktivitäten war. Manchmal muss man aber auch einfach mal feststellen, dass es in der Gegend nichts spannendes gibt... Inzwischen war die Sonne wieder da und wir machten uns auf den Weg.


Wir starteten in Richtung Westen nach Barre (Vermont), um den Granitsteinbruch der Firma Rock of Ages Corporation zu besichtigen, den größten Tiefloch-Steinbruch der Welt. Zuerst besichtigten wir einen Teil der Fabrik, in der die Steine zurecht geschnitten, poliert und graviert werden. Ein wichtiges Produkt sind Grabsteine aber auch das Fertigen von Skulpturen, Mausoleen oder Gebäudeteilen gehören zum Portfolio. Beispiele hierfür sind das ADNOC-Headquarter (Wolkenkratzer) in Dubai oder La Grande Arche (Triumphbogen) in Paris.



Anschließend nahmen wir an einer Führung teil, in der wir an einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Steinbruch Informationen eines ehemaligen Mitarbeiters erhielten. Dies war sehr interessant und wir fanden es super, dass jemand seine Erfahrungen und sein Wissen mit uns teilte, der selbst für 35 Jahre Granit dort abgebaut hat.




Ein witziges Highlight auf dem Gelände der Firma ist eine Bowlingbahn aus Granit. In den 1950er Jahren sollte dieses Konzept etabliert werden, konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Erhalten ist ein Prototyp aus der Zeit, der von Besuchern bespielt werden kann. Die regulären Bowlingkugeln sind beim Spiel gebrochen, sodass sie durch Kugeln aus Gummi ersetzt worden sind.


Fürs Abendessen war es noch zu früh, also fuhren wir weiter nach Burlington am Lake Champlain. Wasser geht ja irgendwie immer, dachten wir uns. Bei Wind und grauem Himmel spazierten wir am See entlang und genossen die frische Luft. Anschließend bummelten wir kurz durch Burlington und aßen zu Abend.








Wir kehrten abends in unserer nächsten Unterkunft ein: Ein weiteres Airbnb-Zimmer bei einer sympathischen Frau mit tollem Haus, zwei Hunden und einer Katze (die uns grade auf dem Sofa sitzend etwas vorschnurrt). Fotos werden morgen nachgereicht...

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