USA - New York (17.09.2019)

Für die Feinschmecker unter euch: Der nächste New York-Tag begann mit einem leckeren Frühstück im Café um die Ecke: Es gab Rührei mit Käse, Brot, Rucola und Avocado bzw. Bacon (ist auf dem Bild noch auf dem Weg zu uns).


Eine sportliche Sightseeing-Liste wollte abgearbeitet werden, deren erster Punkt die U-Bahn-Station am World Trade Center war. Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 wurde die Station schwer beschädigt und nach und nach wieder hergestellt. Die weiße, lichtdurchflutete Haupthalle des Bahnhofs (genannt Oculus) wurde 2016 eröffnet.



Wir besuchten anschließend das One World Trade Center, das höchste Gebäude der Stadt, das auf der World Trade Center Site (Ground Zero) nach den Terroranschlägen erbaut worden ist. Das höchste Gebäude der USA bietet einen beeindruckenden 360°-Rundblick auf die Stadt inklusive angrenzender Gebiete und verschiedene Informationen über die Errichtung des Gebäudes sowie über New York allgemein.





Anschließend erkundeten wir weiter das Gelände des ehemaligen World Trade Center (WTC). Dies bezeichnete den früheren Bürokomplex mit insgesamt sieben Gebäuden (WTC 1, WTC 2 etc.). Durch die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 stürzten WTC 1 und WTC 2 (Twin Towers/Zwillingstürme) sowie das WTC 7 ein. Die übrigen Türme wurden ebenfalls zerstört oder so schwer beschädigt, dass sie abgerissen werden mussten. Neue Türme wurden seitdem errichtet bzw. sind noch in der Planung.



Ebenfalls auf dem Gelände befindet sich das National September 11 Memorial and Museum. Es gedenkt den Opfern der Terroranschläge vom 11. September 2001 sowie vom 26. Februar 1993, bei denen ebenfalls das World Trade Center Ziel des Angriffs war.

Im Außenbereich sind Wasserbassins installiert, die sich an den Plätzen der ehemaligen Twin Towers befinden (Memorial). Auf der Umrandung finden sich alle Namen der getöteten Menschen inklusiver aller Personen an Bord der entführten Flugzeuge, der Rettungskräfte und freiwilligen Helfer, die an diesen Tagen ums Leben gekommen sind. Das Mahnmal ist überwältigend und ruhig zugleich und lässt die hohe Anzahl der Todesopfer erahnen.



Hoher Andrang herrschte im Museum zum gleichen Thema. In einer nicht vorstellbaren Detailtreue werden verschiedenste Aspekte vorgestellt: Die Chronologie des 11. September 2001 mit genauen Zeitangaben, Bilder und Videos der brennenden und einstürzenden Twin Towers und des Pentagon, Überbleibsel aus den Gebäuden, persönliche Stimmen der Helfer etc. Besonders berührend ist die Selbstverständlichkeit, mit der jedes einzelne Todesopfer benannt und vorgestellt wird. Es wird deutlich, wie schwer die USA von den Anschlägen getroffen worden sind und was dies mit der Mentalität und der Einstellung der Menschen gemacht hat. Neben großer Fassungslosigkeit und Verzweiflung der Personen, die aus den Gebäuden fliehen konnten, erkennt man den riesigen Respekt, der den Rettungskräften und übrigen Helfern entgegen schlug und immer noch schlägt. Diese Form von Wertschätzung für die wichtige und stellenweise sehr gefährliche Arbeit dieser Menschen sollte in Deutschland ebenfalls mehr Raum finden...





Der Tag bot noch einige Stunden für Unternehmungen, sodass wir uns erneut Fahrräder ausliehen und über die Brooklyn Bridge fuhren, mit der man den East River überquerte und die uns zu einem weiteren Stadtteil New Yorks brachte. Brooklyn bot uns ein anderes Bild als Manhattan und stellte eine tolle Abwechslung zum bisher bekannten Stadtbild dar. Eine Zusammenfassung ist schwierig, da wir dafür zu wenig Zeit dort verbracht haben. Feststellen konnten wir auf jeden Fall schöne Backstein-/Sandsteinhäuser, weniger Touristen, eine toll gestaltete Uferregion und tolle Radfahrbedingungen.




Von den Stadtteilen DUMBO und Brooklyn Heights, insbesondere am Ufer, bot sich eine tolle Sicht auf Manhatten inklusive der Brooklyn Bridge und Manhattan Bridge.




Der letzte Tagesordnungspunkt war das Empire State Building. Die meisten Besucher kommen nur wegen der Aussichtsplattform her, so ursprünglich auch wir. Durch einen der vielen tollen Reiseblogs hatten wir jedoch den Tipp erhalten, auch die Ausstellung mit umfangreichen Informationen über beispielsweise den Bau des Gebäudes zu besuchen.



Erneut bot sich uns wieder ein 360°-Panoramablick auf die Gegend. Fairerweise muss aber gesagt werden, dass bestimmte Perspektiven von der Aussichtsplattform Top of the Rock noch eindrucksvoller waren, beispielsweise auf den Central Park. Das Empire State Building als Klassiker der Aussichtsplattformen enttäuschte uns jedoch trotzdem nicht und bot insbesondere zum Sonnenuntergang tolle Motive. Dies hatten jedoch auch sehr viele andere Menschen eingeplant, sodass ein großes Gedränge um die besten Plätze für Fotos entstand.




Wie war das noch mit der Stadt, die niemals schläft? Heute Morgen um 00:40 Uhr war schon (oder noch?) die Müllabfuhr in der Straße des Hotels unterwegs...

Weitere Lerneffekte nach Tag 3 in New York:
- Die hupenden Autofahrer können wir nun viel besser verstehen, nachdem wir uns mit dem Fahrrad an hunderten Menschen auf der Brooklyn Bridge vorbeigeschoben haben und die Fahrradklingel haben heiß laufen ließen
- IMMER eine Jacke oder ein Tuch dabei haben, da die Temperaturwechsel zwischen klimatisierten und nicht klimatisierten Bereichen nicht von dieser Welt sind
- Ständig in Bereitschaft zu sein, zu den Angestellten verschiedenster Firmen "Thank you", "Fine, how are you?" etc. zu sagen

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