In unserem B&B bereitete Gastgeberin Gabrielle uns ein tolles Frühstück zu. Währenddessen erzählten wir ihr von unseren Plänen, die Niagarafälle erneut zu besuchen und an einer Touristenattraktion teilzunehmen, von denen dort mehrere angeboten werden.
Man merkte ihr an, dass sie die Aktionen überbewertet fand, aber sie gab uns den guten Tipp, dass wir einfach hingehen und zuschauen sollten, was so geboten wird und was es für einen Eindruck auf uns macht. Ob einem dies dann zu teuer ist, muss jeder selbst bewerten. Wenn man keine Aktion mitmacht, kann man trotzdem die tolle Aussicht genießen.
So gingen wir auch vor und entschieden uns vor Ort nicht für eine der beliebten Bootstouren, bei denen man auf einem Boot ganz nah an die Niagarafälle heran fährt. Das Bild von einem der Boote hat ein bisschen was von einem Himmelfahrtskommando...
An dieser Stelle verläuft auch die Grenze zwischen USA und Kanada, sodass es von jeder Seite aus einen Zugang zu touristischen Angeboten an den Niagarafällen gibt. Die Niagarafälle bestehen aus drei Wasserfällen und gehören zum Niagara River, der an dieser Stelle ca. 57 m in die Tiefe stürzt. Auf dem ersten Bild seht ihr ganz links einen größeren (American Falls) und direkt rechts daneben einen kleinen Wasserfall (Bridal Veil Falls/Brautschleierfälle). Ganz rechts ist der größte zu sehen, der Horseshoe Falls (Hufeisenfälle). Alle Aufnahmen wurden von der kanadischen Seite aus gemacht.
Wir entschieden uns für die Journey Behind the Falls. Hierbei fährt man mit einem Aufzug hinunter und geht neben bzw. hinter die Horseshoe Falls. Von einer Aussichtsplattform kann man seitlich auf die Fälle gucken und sich herrlich nass regnen lassen. An zwei Stellen sind kleine Stollen in den Fels gehauen, durch die man von hinten direkt auf die Wässerfälle schauen kann (Video).
Man konnte so lange schauen, wie man wollte. Aber da es nur die Plattform und die zwei Gucklöcher gab, war man relativ schnell durch. Außerdem wird man je nach Windrichtung recht nass und möchte so irgendwann gerne wieder ins trockene.
Wir sind dann noch eine Weile oben entlang geschlendert, von wo aus man kostenfrei und die Fälle in Ruhe betrachten kann. Auch dort wird man stellenweise noch ganz schon nass.
Es hat uns einen riesigen Spaß gemacht und wir hätten nicht gedacht, dass es uns so gut gefällt und beeindruckt. In dem Ort Niagara Falls (den es auf der kanadischen und der USA-Seite gibt) ist alles auf Tourismus eingestellt. Es sieht ein bisschen aus, wie ein kleines Las Vegas und bietet Kasinos, Aussichtstürme, Luxushotels und Restaurants. Wir haben uns hier nicht weiter umgeschaut, aber es wurde von den Touristen gut besucht.
Nachdem wir unsere letzten kanadischen Dollar ausgegeben haben (die Währungen in USA und Kanada heißen zwar beide Dollar, aber es gibt Canadian Dollar und US-Dollar), passierten wir die Brücke über den Niagara River und fuhren wieder in die USA. Es wurden wieder die Pässe kontrolliert und verschiedene Fragen gestellt. Aber dieses Mal viel lockerer und entspannter als bei der Einreise nach Kanada. Das Bild hier zeigt den Blick von der Brücke auf die Niagarafälle inklusive dem Mini-Las Vegas.
Wir hatten nun eine Reise von fünf bis sechs Autofahrstunden vor uns, weshalb wir uns für den weiteren Tag nichts weiter vornahmen, bis auf zwei kleine Pausen und Abendessen im Ort Albany (Bundesstaat New York), wo sich auch unser Hotel für die nächste Nacht befand.












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